Blasorchester begeistert mit Jahreskonzert

Kreuzfahrt mit Sturm und Liebe

Ein Schiff namens BOB, dazu segelnde Möwen im Wind und Fische, die sich unter Wasser tummeln: Das Motto von „Wind, Wasser und See“ erschloss sich jedem, der am Samstagabend zum Konzert des Blasorchesters Brunslar in die Sporthalle nach Neuenbrunslar gekommen war, anhand der Dekoration auf den ersten Blick. Eine gut zweistündige, bewegte musikalische Reise erwartete das Publikum.

Nachdem Abteilungsleiterin Kerstin Fehr das Publikum zur Kreuzfahrt willkommen geheißen hatte, schürten die Blockflötenkinder die Vorfreude aufs Ablegen mit dem Stück „Eine Seefahrt, die ist lustig“. Das Jugendblasorchester unter der Leitung von Alisa Walter lüpfte den Anker mit „Anchors away“, und schon brauste das BOB-Schiff aufs offene Meer – und das „Mit vollen Segeln“, so der Titel des lebhaften Konzertmarsches, mit dem das Blasorchester Brunslar seinen Programm-Part eröffnete.

Dass eine Kreuzfahrt sehr aufregend sein kann, wurde für das Publikum mit „The Perfect Storm“ nacherlebbar. Die Filmmelodie des Komponisten James Horner, die aus dem Katastrophenfilm „Der Sturm“ aus dem Jahr 2000 stammt, war kurz vor der Pause der musikalische Höhepunkt des Abends. Franziska Lange und Sina Walter, die mit ihrer witzig-einfallsreichen Moderation gefielen, bereiteten das Publikum auf den aufziehenden gigantischen Sturm vor. Doch keine Angst, lautete ihre Botschaft: Die Musikerinnen und Musiker würden stark in ihre Instrumente pusten, um so den Sturm zu bändigen und zu vertreiben. Kein Problem, wie sich herausstellte, denn der „erfahrenen Kapitän“ Torsten Eckerle dirigierte seine musikalische Crew verlässlich und präzise durch die lauten und leisen, die temporeichen und dann wieder getragenen Stellen der Filmmusik mit Gänsehaut-Effekt.

Nach dem abgeebbten Sturm nahm das Orchester sein Publikum mit unter Wasser: Einmal zu „Arielle“, der Meerjungfrau, und ihren Freunden in einem Disney-Film-Medley. Zum anderen  im „Yellow Submarine“, dem berühmten gelben U-Boot der Beatles, allerdings in der Fassung von Reijiro Koroku. Noch einmal richtig unter die Haut ging die anschließende Filmmusik „Titanic“, die das Desaster vom Untergang des Luxusliners an einem Eisberg mitsamt dem unvergesslichen Liebesthema lebendig werden ließ – unverkennbar an dem Piccolo-Flötensolo, das Katherine Zimmermann bravourös in die Sporthalle zauberte.

Mit dem „Seeteufel Graf-Luckner-Marsch“ ging es noch einmal zackig zur Sache, ehe das Konzert mit „Bridge over troubled Water“ und weiteren bekannten Medley-Melodien von Simon & Garfunkel erst poetisch und dann im Fortissimo endete. Die rund 250 Zuhörer in der Sporthalle Neuenbrunslar erklatschten begeistert zwei Zugaben. Bericht: Petra Schaumburg-Reis






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